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Archive for Januar 2008

http://www.welt.de/welt_print/article1579888/Kaffee_schuetzt_vor_Krebs.html

Eine Meldung am Rande, die ich vor ein paar Tagen auf Google.News gefunden habe. Nach einer Untersuchung von 80.000 Frauen konnte festgestellt werden, dass Kaffeetrinkerinnen weniger oft an Eierstockkrebs erkranken als Probantinnen, die keinen Kaffee zu sich nehmen. Eierstöcke habe ich nun nicht, allerdings fügt sich diese Nachricht in die Vielzahl der positiven Eigenschaften, die dem schwarzen Muntermacher zugeschrieben werden: verringertes Risiko von Nieren, Blasen und Dickdarmkrebs, Schutz vor Lebererkrankungen und das Hinauszögern von Parkinson oder Alzheimer. Das koffeinhaltige Heißgetränk scheint demnach ein echtes medizinisches Wundermittel zu sein. Doch damit nicht genug der medizinischen Tests: Da heutzutage scheinbar jedes Lebensmittel, vom Staudensellerie bis zum Weißbrot, auf seine Effektivität als Aphrodisiakum untersucht wird, will ich euch auch die Wirkung des Kaffees auf die Potenz nicht vorenthalten:

„Die Auswirkungen des Kaffeekonsums auf die Potenz sind umstritten. Abwechselnd wurde Kaffee als Droge, die impotent mache oder als Aphrodisiakum bezeichnet. Der Forscher Amantea fand allerdings 1923 in einem Humanexperiment heraus, dass Konffein nicht nur die Lust am Geschlechtsverkehr steigerte, sondern auch den Orgasmus verstärkte und die Menge des Ejakulats erhöhte. Eine aktuelle Studie (2005/2006) zeigte, dass Koffein bei weiblichen Ratten tatsächlich eine Steigerung des Geschlechtstriebs bewirkt. Ob dieser Effekt auch beim Menschen zu beobachten ist, bleibt zweifelhaft. Nach Ansicht der an der Studie beteiligten Wissenschaftler, würde eine die sexuelle Lust steigernde Wirkung des Koffeins – falls überhaupt vorhanden – allenfalls bei Frauen eintreten, die nicht an Koffein gewöhnt sind.“ (Wikipedia)

Nun sollte man nicht all zu enttäuscht darüber sein, dass Kaffee die Potenz nicht bis ins Unermessliche steigert und auch nicht unweigerlich zu einem hundertjährigen, erfüllten Leben führt. Schließlich wollen wir neben all den netten Nebeneffekten des Bohnengetränks nicht seine eigentliche Bestimmung vergessen: uns früh am Morgen dabei helfen, wach zu werden und die ersten Stunden des Tages einigermaßen gut zu überstehen. Ich werde meine Leser natürlich über weitere Meldungen aus der wunderbaren Welt des Kaffees auf dem Laufenden halten, der Titel meines Blogs verpflichtet mich ja gewissermaßen dazu…

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Seit 12 Tagen ist dieser Blog jetzt online und heute wurde die 500 Klicks-Marke überschritten. Dies ist stellt für mich ein freudiges Ereignis dar und zeigt mir das Interesse der WordPress-Community und der Leser allgemein an meinen Beiträgen. Ich danke allen Besuchern für ihr reges Interesse an diesem Blog und hoffe, dass dieses Wachstum an Besuchen nicht abreißt. Auch bei allen Kommentatoren möchte ich mich für ihre Beteiligung bedanken.

Zur Zeit befinde ich mich in der heißen Phase meiner Facharbeit (ich mache in diesem Jahr Abitur in Bayern), aber am Freitag ist der ganze Stress überstanden und am Samstag, so bald ich wieder nüchtern bin, kann ich mich stärker meinem Blog widmen und neue Beiträge schreiben. Allen Lesern, die gerade in der gleichen Lage sind und noch an ihrer Facharbeit herumdoktorn, wünsche ich mein herzliches Beileid und viel Erfolg für die Abgabe und die mündliche Prüfung und möchte noch sagen: Wir schaffen das, wir schaffen das, wir schaffen das!

Danke für eure Aufmerksamkeit.

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Ich weiß nicht, ob ihr 50 Shekel kennt, ein jüdischer Rapper aus Tel Aviv, der zur Zeit in Los Angeles lebt. 50 Shekel heißt mit richtigem Namen Aviad Cohen und rappt seit 2003 unter diesem Pseudonym, das an den amerikanischen Gangsterrapper 50 Cent angelehnt ist. Im Gegensatz zu seinem Namensvetter versteht, oder besser verstand sich Cohen als „koscherer“ Rapper, der die jüdische Tradition repräsentieren und musikalisch vertreten wollte. Aus 50 Cents „In da Club“ machte er die Coverversion „In da Shul“ und übersetzte viele Versatzstücke des Textes ins jiddische und „jüdisch reine“. In seinen Texten wird kein Bacardi getrunken, sondern „Chewitz“, geheiligter jüdischer Wein und Frauen sind auch keine Bitches, sondern J.A.P.S, „Jewish American Princesses“. Noch bevor sein erstes Album erschienen ist, war 50 Shekel ein gefeierter Star unter amerikanischen Juden, der glänzende Davidstern schien den Stolz über seine Herkunft und Religion in die Welt herauszuschreien.

Was ich bis vor kurzem noch nicht wusste, ist, dass Aviad Cohen nach eigenen Angaben im Jahr 2004 zu Jesus gefunden hat. Grund dafür war seine Unzufriedenheit und Verzweiflung über die Religiosität des orthodoxen Judentums: “Als ich 50 Shekel war, war ich ein verlorener und umherirrender Jude. Ich suchte verzweifelt nach meinem Schöpfer. Die Religion hielt mich gefangen. Stattdessen wollte ich Gott. Ich schrie zu ihm und er erhörte meinen Ruf.“ (Übersetzung von http://www.50shekel.com/biography.cfm)

Nun, nach seiner Enttäuschung über den jüdischen Mystizismus und intensivem Torastudium, glaubt Aviad Cohen an Jesus Christus, hat ihn als Sohn Gottes, als jüdischen Messias und persönlichen Retter angenommen: Ja, ich bin Christ; ich wählte Jeschua als meinen Erlöser. Das ist die jüdischste Entscheidung, die ich je getroffen habe.“ Der Glaube an Jesus Christus soll allerdings nicht als Bruch mit seiner jüdischen Tradition verstanden werden: „Ich bin messianischer Gläubiger, ein wahrer Jude, ein messianischer Jude. Es ist für mich okay, wenn mich die Leute einen Christen nennen. Mit meinem Schritt zum Christsein hab ich kein Quäntchen meiner Herkunft verloren. Ich werde immer ein Jude bleiben … aber nun bin ich einer, der mit Gott in der Wahrheit geht.“)

Egal ob man Cohens Musik mag oder nicht, ich denke, der Schritt, den er unternommen hat, war ein mutiger, auch im Bezug auf sein jüdisches Umfeld. Nun bleibt mir als Heidenchrist nur noch übrig, Aviad Cohen im tollsten Club der Welt willkommen zu heißen und auf sein mutiges Beispiel aufmerksam zu machen. Für mich ein Beispiel, dass Gott jedem Menschen die Chance gibt, ihn wirklich zu finden („Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan“ Lk 11,9)

Und den Rat, den Cohen allen seinen Fans gibt, möchte ich auch hier weitergeben. Schlagt das alte Buch auf, das bei euch im Schrank vergammelt. Stellt Gott auf die Probe und fordert ihn heraus. Ihr habt nichts zu verlieren…

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Seit einigen Tagen führt die israelische Armee Schläge gegen die radikalislamische Hamas im Gazastreifen durch. Anlass dieser Militäraktionen war der Beschuss von Kassam-Raketen, die vom Gazastreifen aus auf jüdische Siedlungen abgefeuert wurden, vor allem auf die israelische Stadt Sderot, in der innerhalb von drei Tagen 158 Raketeneinschläge registriert wurden (http://www.n-tv.de/905957.html) Daneben wurde der Gazastreifen komplett abgeriegelt, keine Hilfslieferungen kommen von Israel mehr in das von der Hamas kontrollierte Gebiet.

Kritik für die militärischen Reaktionen Israels, bei welchen leider auch Zivilisten zu beklagen sind, kommt, wie so oft, von den Vereinten Nationen. Uno-Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten, John Holmes, appelierte zum Beispiel, „an Israel, die Luftangriffe auf Gaza einzustellen, und forderte zugleich die Hamas auf, den Raketenbeschuss israelischer Städte zu unterbinden.“ (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,529597,00.html)

Angesichts der Meldungen könnte der Eindruck entstehen, Israels Militärschläge im Gazastreifen würden sich kollektiv gegen die dort lebenden Palästinenser richten. In Wirklichkeit jedoch dienen die Angriffe Israels dazu, jüdische Städte und Siedlungen vor Beschuss durch Kassam-Raketen zu schützen, meistens werden aufgebaute oder im Aufbau befindliche Raketenstellung beschossen, militante Palästinenser quasi „in flagranti“ erwischt. (http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/israel-kaempft-gegen-kassam-raketen/?src=HL&cHash=4741f67cd1)

Angesichts dessen frage ich mich, doch, warum die UNO Israel kritisiert, weil es sein Recht auf Selbstverteidigung wahrnimmt und den Schutz seiner Bürger vor Raketenterror gewährleisten will. Gerade im Bezug auf den Gazastreifen sollte man nicht vergessen, welche Zugeständnisse im Jahr 2005 gemacht wurden (Abkoppelung des Gebiets, militärischer Rückzug und Räumung aller(!) jüdischen Siedlungen). Diese Zugeständnisse an die Palästinenser haben sich für Israel jedoch fatal ausgewirkt, wenn man sich auf einer Tabelle ansieht, wie stark der Beschuss durch Raketen seit der Räumung des Gazastreifens gestiegen ist

raketen.jpg

Israel befindet sich trotz seiner militärischen Überlegenheit in einer schwierigen Lage. Ein Einmarsch in den stark bevölkerten Gazastreifen, der seit dem Bruderkrieg der Palästinenser 2007 von der Hamas kontrolliert wird, wäre sehr verlustreich für die Israelische Armee und würde die Ressentiments gegen Israel noch verstärken. Damit würde sich wohl auch der gemäßigtere Palästinenserpräsident Abbas aus den Verhandlungen zurückziehen und die Hamas vielleicht sogar die Kontrolle im Westjordanland an sich reißen.

Andererseits kann Israel es sich auch nicht leisten, überhaupt nichts zu unternehmen, wie die UNO oder die EU sinngemäß fordern. Eine Organisation wie die Hamas, die das Existenzrecht Israels nicht anerkennen will und alle Israelis am liebsten „zurück ins Meer“ treiben würde, kann für Israel kein Verhandlungspartner sein, genau so wenig wie andere Terrororganisationen wie der Islamische Djihad, dem die Hamas im Gazastreifen Handlungsspielraum einräumt. Die israelische Regierung unter Olmert kann es sich schlicht nicht erlauben, zu viel Schwäche zu zeigen. Weder im Bezug auf die Hamas, welche diese Schwäche auf jeden Fall ausnutzen wird, da ihr Kampf gegen Israel ein Kampf der Ideologie ist, auch nicht vor dem israelischen Volk, das verständlicherweise Schutz vor den Raketenangriffen fordert; und schon gar nicht im Bezug auf die arabischen Nachbarländer, die den „historischen Fehler Israel“ lieber heute als morgen korrigieren würden.

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http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,529244,00.html

Am Beispiel des Berliner Staatsanwalts und Verantwortlichen für jugendliche Intensivtäter, Roman Reusch, kann man sehen, wie die rot-rote Berliner Regierung mit Leuten umgeht, die eine unbequeme Meinung vertreten.

Reusch ist in seiner Position für die etwa 500 sogenannten Intensivtäter Berlins verantwortlich und forderte in jüngster Vergangenheit ein härteres Vorgehen gegen dieses Täterklientel, etwa eine abschreckende U-Haft oder vermehrte Abschiebung, um dem Kriminalitätsproblem in Berlin Herr zu werden.

Diese Meinung des „Hardliners“ Reusch steht natürlich im krassen Gegensatz zum Kuschelkurs der rot-roten Regierung und besonders zur Berliner Justizsenatorin Gisela von der Aue. Aus diesem Grund wurde Reusch mundtot gemacht und durfte in der ARD Sendung „Hart aber Fair“ seine Meinung zur Jugendkriminalität nicht kundtun. Und deßhalb muss er jetzt seinen Schreibtisch räumen und wird in die Generalstaatsanwaltschaft versetzt.

Für mich ist dies ein schockierendes Beispiel, wie die Berliner Regierung mit dem Träger einer abweichenden Meinung umgeht, obwohl Reusch als Experte auf seinem Gebiet gilt und in seiner Postion sehr viel Erfahrung mit Intensivtäter, auch jugendlichen Straftätern, hat. Statt seine sicher kontroverse aber sachlich fundierte Meinung in die Diskussion um Lösungen des Problems mit einfließen zu lassen, wird der Mann beiseite geschafft, um den sanften Kurs der rot-roten Regierung nur nicht zu gefährden. Oder wie die Chefin der Berliner Staatsanwälte-Vereinigung sagte:

„Es ist das gute Recht einer Behördenleitung, jemanden zu versetzen. Es ist aber fatal, wenn der Eindruck entsteht, dass damit eine unliebsame politische Meinung unterdrückt werden soll.“

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Gerade im Zuge der jetzigen Diskussion über Jugendgewalt, ihre Ursachen und mögliche Lösungen, finde ich es interessant, etwas über das Thema Jugendkriminalität/-Gewalt in der Türkei zu hören; dem Land, aus dem der Großteil unserer jugendlichen Gewalttäter mit Migrationshintergrund kommt.

http://www.welt.de/politik/article1564507/Auch_die_Tuerkei_leidet_unter_Jugendgewalt.html

Die Essenz des Artikels kam für mich nicht gerade überraschend: Auch die Türkei hat ein Problem mit Jugendgewalt. Die Zahl der Taten, die durch Straftäter unter 18 Jahren begangen wurden, betrug sich 2006 auf 33.000, im Vergleich zur deutschen Kriminalstatistik des BKA mit 278.000 (!) Straftaten allein von den 14-18 Jährigen, eine verdammt niedrige Zahl. Jedoch kann man nicht ausschließen, dass diese Zahlen beschönigt wurden, um international gut dazustehen, außerdem spielt noch die Wachstumsrate der Jugendkriminalität eine Rolle bei der Betrachtung. „Es geht hier um eine Zunahme der Jugendkriminalität von rund 60 Prozent – pro Jahr. Das ist gut dreimal mehr als sonst wo auf der Welt“ sagt der türkische Pädagoge Adem Solak. 60 Prozent sind wirklich erstaunlich; in Deutschland hatten wir von 2005 auf 2006 einen Rückgang von -2,3 Prozent, und von 2004 auf 2005 einen Rückgang von -4,3 Prozent. Ich frage mich wirklich, wie man eine Zuwachsrate von 60% erklären will. Eine Explosion der Bevölkerungszahl hat es wohl kaum gegeben, die einzige Erklärung, die mir einfällt ist, dass die Taten erst in letzter Zeit genau dokumentiert und untersucht werden. Aber das ist, wie gesagt, bloß Spekulation.

In diesem Welt-Artikel kommen zwei Erklärungsansätze zur Geltung: Einerseits eine Binnenmigration in der Türkei (Türken aus dem rückständigeren, ärmeren Süden der Türkei ziehen in die besser entwickelteren Großstädte, was zu sozialen Spannungen führt), eine These, die ich für fragwürdig halte, da es hier zwar soziale Unterschiede gibt, die zu Reibereien führen könnten, die Ethnie, Sprache und Kultur jedoch gleich sind. Es wäre sicher die bequemere Erklärung, Adem Solak bringt jedoch noch eine andere, tiefgreifendere: Die türkische Erziehungskultur

Einerseits gab und gibt es sehr feste Familienstrukturen, die eigentlich der Kriminalität entgegenwirken. Andererseits wird in türkischen Familien oft Gewalt als Erziehungsmittel angewendet. Diese Gewalt geben die Kinder weiter – sobald die festen Familienstrukturen sich aufzulösen beginnen. Und diese tendenzielle Auflockerung der Familienstrukturen ist ein Merkmal des gesellschaftlichen Wandels in der Türkei; Gewalt wird in den Familien aber weiterhin traditionell angewendet.

Ich denke, hier liegt der Hund begraben, denn diese Familien- und Erziehungskultur wird von türkischen Migranten auch nach Deutschland exportiert, wo sie sich wunderbar entfalten kann, vielleicht sogar noch besser als in der Türkei, wenn es so ist, dass die Förderung ureigenster Traditionen umso stärker ist, je ferner die angestammte Heimat liegt. Solak trifft es meiner Meinung nach auf den Punkt: Gewalt in der Familie erzeugt wiederum gewalttätige Gedanken und Handlungen in den Köpfen der Kinder. Man spricht hierbei auch gerne vom Familienpatriarchat: keine Herrschaft der Männer, sondern vielmehr eine Herrschaft der Väter, die Macht und Gewalt über ihre Söhne und Töchter ausüben können.

Das Dilemma ist, dass die deutsche Regierung keinerlei geeignete Instanzen hat, dieser Erziehung, die augenscheinlich im krassen Widerspruch zu unserem Grundgesetz und den moralischen Normen seit Mitte des letzten Jahrhunderts steht, wirksam entgegenzutreten. Besonders im Jahr 2007 hat man so viele Berichte über Kindesmisshandlung und Verwahrlosung in deutschen Städten gelesen, wie kaum zuvor. Und noch nie wurde so deutlich, wie eingeschränkt die Kontrollmechanismen von Jugendamt und Sozialarbeitern wirklich sind. Der Einfluss des Staates auf die Erziehung wird faktisch nie so stark sein, dass allgemein anerkannte Normen durchgesetzt werden können. So entstehen Parallelgesellschaften. Und diese führen zu sozialen Spannungen, Missachtung der Gesetze und der Obrigkeit, und schließlich zur Kriminalität und Gewalttätigkeit.

Damit schließt sich der Kreis, auch im Hinblick auf die Türkei. Ich denke, beide Länder haben die selben Probleme, auch wenn die Auseinandersetzung mit dem Thema in der Türkei gerade erst begonnen hat, während bei uns bereits seit Jahren immer mal wieder eine Diskussion über Jugendgewalt gestartet wird, die dann von den verschiedensten politischen Gruppierungen torpediert wird (Linke, SPD, Grüne, Ausländerverbände), mit der Beschuldigung des Rassismus´ und der Ausländerfeindlichkeit. Vielleicht gelingt es ja der Türkei, diese Probleme direkter und pragmatischer zu behandeln als in Deutschland, ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Entwicklung in beiden Ländern zukünftig verläuft und was für Schritte letztlich unternommen werden.

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Jeder, der die letzten 2 Tage die Nachrichten verfolgt hat, wird die Thesen von Susanne Winter vom Neujahrstreffen der FPÖ ungefähr kennen: „Mohammed war ein Feldherr, der seinen Koran unter epileptischen Anfällen geschrieben hat“, die Aussage, aufgrund derer die Staatsanwaltschaft gegen sie wegen „Herabwürdigung religiöser Lehren“ ermittelt und die Aussage, der Prophet Mohammed sei „im heutigen System“ ein Kinderschänder. Diese Aussage ist für sie aufgrund des Zusatzes „im heutigen System“ unverfänglich, dennoch finde ich die Frage interessant und berechtigt. Ich werde mich hier nicht auf meine eigenen Vermutungen stützen, sondern auf externe Quellen, es hat also keinen Sinn, sich die Mühe eines Hassvideos auf youtube zu machen…

Ausgangspunkt für die Kinderschänder-Frage ist die jüngste Frau des Propheten Mohammed, Aischa bint Abi Bakr.
Nach der Auffassung orthodoxer Sunniten und Schiiten, also der überwiegenden Mehrheit der Muslime, war Aischa sechs oder sieben, als Mohammed sie heiratete und neun Jahre alt, als er die Ehe mit ihr vollzog. (Wikipedia) (Die Ehe vollziehen bedeutet den ersten Geschlechtsverkehr mit einem Mädchen oder einer Frau haben, nichts anderes) Aischa erzählt in den Hadithen, die sie erwähnen, teilweise selbst über ihr Verhältnis zu Mohammed und ihr Heiratsalter.

Betrachten wir die Heirat und den Geschlechtsverkehr mit 9-jährigen Mädchen aus dem modernen, strafrechtlichen Blickwinkel. Sowohl nach dem Österreichischen als auch nach dem deutschen Gesetz beträgt die Mindestgrenze für sexuelle Handlungen 14 Jahre. 14 bildet die sogenannte Schutzgrenze. Kinder unter 14 Jahren können nicht rechtlich wirksam in sexuelle Handlungen einwirken, Sexuelle Handlungen an Kindern werden daher immer als sexueller Missbrauch ausgelegt. Das ist die rechtliche Situation.

Nach heute geltendem europaweiten und weithin akzeptierten Recht wäre Mohammed ein Kinderschänder. Daran gibt es gar nichts zu rütteln. Die persönliche Einstellung muss davon ja nicht betroffen sein. Entweder man findet die sexuellen Handlungen eines erwachsenen Mannes an einem 9 jährigen Mädchen in Ordnung oder eben nicht. Ich halte es nicht für ein Beispiel, das zum Nachfolgen des Propheten anregt, auch sieht man zB an den niedrigen Heiratsgrenzen und früher Volljährigkeit in Ländern wie dem Iran (9 oder 10 Jahre), dass diese Passage aus den Hadiths auch heute noch politisch umgesetzt wird mit fatalen Folgen, wenn man sieht, wie zB im Iran teilweise mit Vergewaltigungsopfern umgegangen wird.

Nun gut, der Fairness halber will ich auf einen islamischen Blog verweisen, die einen Rechtfertigungsversuch vorlegt: http://muslimwelt.wordpress.com/2007/12/28/war-der-prophet-ein-kinderschander/ Allerdings argumentiert dieser Beitrag nicht gegen die heutige Rechtssprechung, sondern gegen den Vorwurf der Kinderschändung an sich, noch einmal ein Thema für sich, aber ich denke, darüber wurde auf anderen Blogs bereits genug geschrieben. Ich verweise nur auf die sogenannten „Affen“ von Politically Incorrect…

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