Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Religion’ Category

Ich weiß nicht, ob ihr 50 Shekel kennt, ein jüdischer Rapper aus Tel Aviv, der zur Zeit in Los Angeles lebt. 50 Shekel heißt mit richtigem Namen Aviad Cohen und rappt seit 2003 unter diesem Pseudonym, das an den amerikanischen Gangsterrapper 50 Cent angelehnt ist. Im Gegensatz zu seinem Namensvetter versteht, oder besser verstand sich Cohen als „koscherer“ Rapper, der die jüdische Tradition repräsentieren und musikalisch vertreten wollte. Aus 50 Cents „In da Club“ machte er die Coverversion „In da Shul“ und übersetzte viele Versatzstücke des Textes ins jiddische und „jüdisch reine“. In seinen Texten wird kein Bacardi getrunken, sondern „Chewitz“, geheiligter jüdischer Wein und Frauen sind auch keine Bitches, sondern J.A.P.S, „Jewish American Princesses“. Noch bevor sein erstes Album erschienen ist, war 50 Shekel ein gefeierter Star unter amerikanischen Juden, der glänzende Davidstern schien den Stolz über seine Herkunft und Religion in die Welt herauszuschreien.

Was ich bis vor kurzem noch nicht wusste, ist, dass Aviad Cohen nach eigenen Angaben im Jahr 2004 zu Jesus gefunden hat. Grund dafür war seine Unzufriedenheit und Verzweiflung über die Religiosität des orthodoxen Judentums: “Als ich 50 Shekel war, war ich ein verlorener und umherirrender Jude. Ich suchte verzweifelt nach meinem Schöpfer. Die Religion hielt mich gefangen. Stattdessen wollte ich Gott. Ich schrie zu ihm und er erhörte meinen Ruf.“ (Übersetzung von http://www.50shekel.com/biography.cfm)

Nun, nach seiner Enttäuschung über den jüdischen Mystizismus und intensivem Torastudium, glaubt Aviad Cohen an Jesus Christus, hat ihn als Sohn Gottes, als jüdischen Messias und persönlichen Retter angenommen: Ja, ich bin Christ; ich wählte Jeschua als meinen Erlöser. Das ist die jüdischste Entscheidung, die ich je getroffen habe.“ Der Glaube an Jesus Christus soll allerdings nicht als Bruch mit seiner jüdischen Tradition verstanden werden: „Ich bin messianischer Gläubiger, ein wahrer Jude, ein messianischer Jude. Es ist für mich okay, wenn mich die Leute einen Christen nennen. Mit meinem Schritt zum Christsein hab ich kein Quäntchen meiner Herkunft verloren. Ich werde immer ein Jude bleiben … aber nun bin ich einer, der mit Gott in der Wahrheit geht.“)

Egal ob man Cohens Musik mag oder nicht, ich denke, der Schritt, den er unternommen hat, war ein mutiger, auch im Bezug auf sein jüdisches Umfeld. Nun bleibt mir als Heidenchrist nur noch übrig, Aviad Cohen im tollsten Club der Welt willkommen zu heißen und auf sein mutiges Beispiel aufmerksam zu machen. Für mich ein Beispiel, dass Gott jedem Menschen die Chance gibt, ihn wirklich zu finden („Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan“ Lk 11,9)

Und den Rat, den Cohen allen seinen Fans gibt, möchte ich auch hier weitergeben. Schlagt das alte Buch auf, das bei euch im Schrank vergammelt. Stellt Gott auf die Probe und fordert ihn heraus. Ihr habt nichts zu verlieren…

Werbeanzeigen

Read Full Post »

Jeder, der die letzten 2 Tage die Nachrichten verfolgt hat, wird die Thesen von Susanne Winter vom Neujahrstreffen der FPÖ ungefähr kennen: „Mohammed war ein Feldherr, der seinen Koran unter epileptischen Anfällen geschrieben hat“, die Aussage, aufgrund derer die Staatsanwaltschaft gegen sie wegen „Herabwürdigung religiöser Lehren“ ermittelt und die Aussage, der Prophet Mohammed sei „im heutigen System“ ein Kinderschänder. Diese Aussage ist für sie aufgrund des Zusatzes „im heutigen System“ unverfänglich, dennoch finde ich die Frage interessant und berechtigt. Ich werde mich hier nicht auf meine eigenen Vermutungen stützen, sondern auf externe Quellen, es hat also keinen Sinn, sich die Mühe eines Hassvideos auf youtube zu machen…

Ausgangspunkt für die Kinderschänder-Frage ist die jüngste Frau des Propheten Mohammed, Aischa bint Abi Bakr.
Nach der Auffassung orthodoxer Sunniten und Schiiten, also der überwiegenden Mehrheit der Muslime, war Aischa sechs oder sieben, als Mohammed sie heiratete und neun Jahre alt, als er die Ehe mit ihr vollzog. (Wikipedia) (Die Ehe vollziehen bedeutet den ersten Geschlechtsverkehr mit einem Mädchen oder einer Frau haben, nichts anderes) Aischa erzählt in den Hadithen, die sie erwähnen, teilweise selbst über ihr Verhältnis zu Mohammed und ihr Heiratsalter.

Betrachten wir die Heirat und den Geschlechtsverkehr mit 9-jährigen Mädchen aus dem modernen, strafrechtlichen Blickwinkel. Sowohl nach dem Österreichischen als auch nach dem deutschen Gesetz beträgt die Mindestgrenze für sexuelle Handlungen 14 Jahre. 14 bildet die sogenannte Schutzgrenze. Kinder unter 14 Jahren können nicht rechtlich wirksam in sexuelle Handlungen einwirken, Sexuelle Handlungen an Kindern werden daher immer als sexueller Missbrauch ausgelegt. Das ist die rechtliche Situation.

Nach heute geltendem europaweiten und weithin akzeptierten Recht wäre Mohammed ein Kinderschänder. Daran gibt es gar nichts zu rütteln. Die persönliche Einstellung muss davon ja nicht betroffen sein. Entweder man findet die sexuellen Handlungen eines erwachsenen Mannes an einem 9 jährigen Mädchen in Ordnung oder eben nicht. Ich halte es nicht für ein Beispiel, das zum Nachfolgen des Propheten anregt, auch sieht man zB an den niedrigen Heiratsgrenzen und früher Volljährigkeit in Ländern wie dem Iran (9 oder 10 Jahre), dass diese Passage aus den Hadiths auch heute noch politisch umgesetzt wird mit fatalen Folgen, wenn man sieht, wie zB im Iran teilweise mit Vergewaltigungsopfern umgegangen wird.

Nun gut, der Fairness halber will ich auf einen islamischen Blog verweisen, die einen Rechtfertigungsversuch vorlegt: http://muslimwelt.wordpress.com/2007/12/28/war-der-prophet-ein-kinderschander/ Allerdings argumentiert dieser Beitrag nicht gegen die heutige Rechtssprechung, sondern gegen den Vorwurf der Kinderschändung an sich, noch einmal ein Thema für sich, aber ich denke, darüber wurde auf anderen Blogs bereits genug geschrieben. Ich verweise nur auf die sogenannten „Affen“ von Politically Incorrect…

Read Full Post »

Zwei sehr interessante Videos, wie ich finde, obwohl ich bisher im Web wenig wissenschaftlichen Bezug dazu gefunden habe, was daran liegen könnte, dass der Autor dieser Videos, Ron Wyatt, kein studierter Archäologe ist und seine Entdeckungen in Fachkreisen sehr umstritten sind. Archäologen suchen schon seit lange nach den Überresten der biblischen Städte Sodom und Gomorrah und viele entdeckte Stätten kämen dazu in Frage, würden auch mit der alttestamentlichen Überlieferung relativ konform gehen (entmystifiziert eben) . Die verbrannten Steinformationen und die verstreuten Schwefelkugeln sind durchaus beeindruckend, so etwas habe ich in dieser Form jedenfalls noch nie gesehen. Wie gesagt, ich habe bisher keine wissenschaftliche Erklärung dafür gefunden. Vielleicht gibt es diese oder die Geschichte hat sich, so unwahrscheinlich sie heute erscheinen mag, tatsächlich wie in der Bibel geschildert, ereignet. Seht euch einfach die Videos an und bildet euch eine eigene Meinung.

Distanzieren möchte ich mich von den Kommentaren zu diesen Videos, es scheint als würden fundamentalistische Christen aus dem Mittleren Westen der USA langsam youtube.com übernehmen. Selbst wenn sich die Zerstörung von Sodom und Gomorrah nach biblischer Überlierferung hundertprozentig beweisen lassen könnte, wäre dies keinen Grund für solch extremen Schwulenhass, wie in den dabeistehenden Kommentaren an den Tag gelegt wird. „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!“ ist hier wohl der geeignete Grundsatz, außerdem wird in Genesis 19 nicht explizit geschildert, wegen welcher Sünde die beiden Städte von Gott zerstört wurden. Aber wenn man seine Kinder nicht in die Schule schickt, ihnen mit dem Höllenfeuer droht und Religion als politische Waffe misbraucht, ist es wohl kein Wunder, dass so eine Einstellung dabei rauskommt…

Read Full Post »