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http://www.welt.de/welt_print/article1550296/Hugo_Chvez_will_Terroristen_in_Kolumbien_aufwerten.html

Schon seit langem gilt der Venezuelanische Präsident und ehemalige Militär Hugo Chavez unter der deutschen linken Presse als Galleonsfigur für den Kampf gegen den US-Imperialismus, für einen „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ und für die unabhängige Entwicklung der Andenländer.

Nun hat Hugo Chavez, der die USA mehrfach einen „terroristischen Staat“ genannt hat, vor der Internationalen Gemeinschaft die Aufwertung der kolumbianischen FARC zu „Aufständischen mit politischen Zielen“ gefordert. Das erscheint logisch, der Mann würde unglaubwürdig klingen, wenn er den großen Bruder im Norden als Terrorstaat bezeichnen und gleichzeitig seine offenkundige Sympathie für eine Terrororganisation bekunden würde. Daher rührt wohl sein Versuch, die FARC salonfähig zu machen. Doch inwiefern ist diese Aufwertung sinnvoll?

Warum sollte man eine Organisation von der Liste der internationalen Terroristen streichen, wenn sie ganz klar terroristische Akte verübt:Entführungen, Massentötungen von Zivilisten, Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten, Anschläge auf öffentliche Gebäude, Legen von Landminen, und das ganze finanziert durch Einnahmen aus dem Drogengeschäft und dem erpressten Geld der Zivilbevölkerung. Warum sollte man solch ein Vorgehen namentlich beschönigen, vor allem, da die FARC in der kolumbianischen Bevölkerung kaum Rückhalt hat und der Großteil der Kolumbianer die Gewalt und den Terror lieber heute als Morgen beenden würde? Nun, ich schreibe hier von der Sicherheit meines Schreibtischstuhls aus, ich will lieber einen deutschen Journalisten zitieren, der sich selbst in den Händen der FARC befand und das zweifelhafte Vergnügen hatte, die sogenannten „Aufständischen“ aus nächster Nähe kennenlzulernen:

„Unsere Entführer bezeichneten Indianer als „Tiere“. Ausländer sind grundsätzlich verdächtig und haben wie wir den Beweis anzutreten, keine „Feinde des kolumbianischen Volkes“ zu sein. Schon die Förderung des ökologischen Anbaus von Kaffee bei Kleinbauern kann dabei als das Verbrechen gewertet werden, „dem kolumbianischen Volk rückständige Produktionsmethoden aufzuzwingen“. Derweil lassen sich die Führer der FARC im Internet beim Lachsbrötchen-Essen in Norwegen ablichten, um internationale Anerkennung vorzutäuschen. Die „Truppe“ selbst kann buchstäblich nichts – außer Schießen. Die mentale, organisatorische und technische Inkompetenz unserer Entführer hat uns fast mehr Angst gemacht als die Entführung selbst. Wir haben unsere Entführer vor allem als gewalttätige, hilf- und ahnungslose Strauchdiebe unter Führung eines psychopathischen Kommandanten erlebt.“ (Thomas Künzel auf http://www.farc.de)

Wenn ihr mehr über Venezuela und die Politik Chavez´ erfahren wollt, kann ich euch dieses Video empfehlen. Einen Beitrag des auf arte ausgestrahlten Magazins „Mit offenen Karten“:

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http://www.guardian.co.uk/international/story/0,,2186573,00.html

Als ich heute einen Kollegiaten fragte, was er denn nach seinem bestandenen Abitur machen wollte, nannte er mir einen Ort, den er selbst nur als das „Paradies“ bezeichnete: Die Moskitoküste in Nicaragua. Das mittelamerikanische Land gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und die Menschen an der Küste leben mehr schlecht als recht vom Hummerfang. Oder besser gesagt: lebten. Neuerdings finden immer mehr Fischer an der Küste das, was sie euphorisiert als „weißen Hummer“ bezeichnen- kiloweise Päckchen reinsten Kokains.

Die Herkunft des Stoffes ist recht simpel: Kolumbianische Drogenschmuggler fahren die Küste Nicaraguas ab und werden dabei häufig von nicaraguanischen und US-amerikanischen Patrouillenbooten verfolgt. Um sich der Beweislast zu entledigen, werfen die Schmuggler das Kokain über Bord und die Meeresströmung treibt die Päckchen an die Küste zu den versprengten Fischerdörfern, wo sie von den dort lebenden Fischern an Land gebracht werden. Aus westlicher Sicht mag es anrüchig erscheinen, aus Drogen Profit zu schlagen, doch die an der Küste lebenden Fischer sind arm und der Fund eines Päckchens Kokain stellt für sie einen Lottogewinn mit Zusatzzahl dar, weil sie es an die kolumbianischen Schmuggler verkaufen und damit für dortige Verhältnisse sehr vermögend werden können.

Ich persönlich bin mir nicht sicher, wie ich die Sache bewerten soll: Einerseits erhöht der Drogenfund und Verkauf den Wohlstand der dortigen Fischer, die das Zeug aus dem Meer holen und damit auch den Wohlstand ihrer Gemeinde, da der Erlös größtenteils vor Ort investiert wird, auch für Kirchen, Schulen und Krankenhäuser. Andererseits darf man sich keine Illusionen machen, wo das verkaufte Kokain größtenteils hinwandert: Über die Grenze Mexikos in die USA, wo es zum siebenfachen Preis verkauft oder zu Crack verarbeitet wird, das ohnehin schon ein Problem für viele sozial schwache Stadtviertel darstellt. Außerdem scheint sich ein Drogenmarkt rund um die relevanten Fischerdörfer selbst aufzutun, also jugendliche Drogensüchtige und damit eine erhöhte Kriminalität und sozialen Verfall zu erzeugen. Finanzieller Aufschwung der Fischerdörfer steht also gegen die Verbreitung von Kokain und Crack in den USA und vor Ort selbst. Ich komme hier zu keiner eindeutigen Bewertung des Problems, das ist wohl auch kaum möglich, wenn man einerseits den Fischern ihren nun höheren Lebensstandart gönnt und andererseits die Probleme von Drogensucht und Beschaffungskriminalität im Auge hat. Ein paar Päckchen Kokain, die nicht aus dem Meer geholt werden, werden wohl das Drogenproblem in den USA und Weltweit nicht lösen, schon gar nicht, solange die Nachfrage nach dem Zeug so hoch ist, aber hier geht es schließlich auch um die persönliche Einstellung und das Abwägen der unterschiedlichen Interessen. Ach, ich weiß auch nicht, entscheidet selbst, wie ihr die Story bewertet, ich komme zu keinem Ergebnis…

Ach ja, wenn einige Leser jetzt ganz spontan Lust bekommen haben, für ein paar Jahre nach Nicaragua zu reisen, steht dem prinzipiell nichts im Wege: nichts schlimmeres als Vulkanausbrüche, Erdbeben, Hurrikanegefährdung und hohe Kriminalität. Hier findet ihr alle Reiseinforationen für Nicaragua: http://www.guardian.co.uk/international/story/0,,2186573,00.html Eine gute Reise euch allen…

Dass meine Assoziationen zum Feminismus (bierernste, hässliche, bulldoggenähnliche Frauen mit lila Latzhosen, Trillerpfeifen und bemalten Schildern) grundfalsch sind, zeigt mir diese Nachricht aus dem sonst so liberalen Schweden:

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,528259,00.html

Natürlich konnte die Redaktion von Spiegel Online unmöglich auf ein Bild verzichten, das fast nackte, blonde Frauen im Schwimmbad zeigt- Zur Illustration ist es sicher ganz nützlich, zum Beispiel für männliche ländliche Bewohner der Neuen Bundesländer, die ja mittlerweile gar nicht mehr wissen können, wie eine Frau eigentlich aussieht, aufgrund der in Scharen abwandernden Geschlechtspartner.

Interessant ist diese Meldung auf jeden Fall, aber auch schockierend! Ich hatte ja keine Ahnung, in welcher Weise Frauen mit Stoffallergie und Hang zum Exhibitionismus in Schweden unterdrückt werden. Dagegen muss etwas getan werden, ich möchte hiermit meine hundertprozentige Unterstützung für nackte versaute Schwedinnen äh freiheitsliebende nordische Frauenrechtlerinnen aussprechen. Eure Stimme verhallt nicht ungehört! Weg mit den Bikinis, diesem Ruf schließe ich mich an – die knappen Stoffstücke könnte man auch gesammelt in Krisenregionen wie Darfur oder Somalia schicken. Dort gibt es schließlich auch keine Feministischen Organisationen. Und die Menschen dort dürften über jedes gespendete Kleidungsstück froh sein.

Gestern lief auf dem Sender DMAX wieder eine Folge mit Louis Theroux, einem BBC-Journalisten, der durch die USA reist und alle möglichen verrückten, geistig gestörten, manchmal aber auch richtig sympatischen Menschen trifft. In der gestrigen Folge war Louis in der Gegend um den US-Luftwaffenstützpunkt Area 51 unterwegs und besuchte einen Mann, der von sich behauptet, mit Außerirdischen zu kommunizieren. Genauer gesagt tritt der Mann für eine kleine Gebühr von 50 $ in Kontakt mit dem extraterrestrischen Wesen „Korton“, einem Alienherrscher auf dem Jupiter. Aber seht selbst, welche Geheimnisse das ergraute Medium für die Menschheit bereit hält:

Die mentale Anstrengung von Reverand Short ist beeindruckend; jeder, der sich mal 1,2 Tage nur von trockenen Butterkeksen ernährt hat und dann versucht, sich auf dem Pott von der klebrigen Masse zu befreien, wird diesen Gesichtsausdruck nachvollziehen können.

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Nun gut, die Informationen von Korton bezüglich des Wetters oder Staumeldungen in den USA mögen dürftig sein, aber man muss zu seiner Entschuldigung sagen: Der Jupiter ist sehr weit von unserer Erde entfernt und Kordon hat sicher wichtigeres zu tun als solche banalen Fragen zu beantworten. In diesem Sinne: Viel Spass mit dem Video und vergesst nicht, eure Alufolie-Helme immer auf dem Kopf zu lassen. Friede sei mit euch!

Zwei sehr interessante Videos, wie ich finde, obwohl ich bisher im Web wenig wissenschaftlichen Bezug dazu gefunden habe, was daran liegen könnte, dass der Autor dieser Videos, Ron Wyatt, kein studierter Archäologe ist und seine Entdeckungen in Fachkreisen sehr umstritten sind. Archäologen suchen schon seit lange nach den Überresten der biblischen Städte Sodom und Gomorrah und viele entdeckte Stätten kämen dazu in Frage, würden auch mit der alttestamentlichen Überlieferung relativ konform gehen (entmystifiziert eben) . Die verbrannten Steinformationen und die verstreuten Schwefelkugeln sind durchaus beeindruckend, so etwas habe ich in dieser Form jedenfalls noch nie gesehen. Wie gesagt, ich habe bisher keine wissenschaftliche Erklärung dafür gefunden. Vielleicht gibt es diese oder die Geschichte hat sich, so unwahrscheinlich sie heute erscheinen mag, tatsächlich wie in der Bibel geschildert, ereignet. Seht euch einfach die Videos an und bildet euch eine eigene Meinung.

Distanzieren möchte ich mich von den Kommentaren zu diesen Videos, es scheint als würden fundamentalistische Christen aus dem Mittleren Westen der USA langsam youtube.com übernehmen. Selbst wenn sich die Zerstörung von Sodom und Gomorrah nach biblischer Überlierferung hundertprozentig beweisen lassen könnte, wäre dies keinen Grund für solch extremen Schwulenhass, wie in den dabeistehenden Kommentaren an den Tag gelegt wird. „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!“ ist hier wohl der geeignete Grundsatz, außerdem wird in Genesis 19 nicht explizit geschildert, wegen welcher Sünde die beiden Städte von Gott zerstört wurden. Aber wenn man seine Kinder nicht in die Schule schickt, ihnen mit dem Höllenfeuer droht und Religion als politische Waffe misbraucht, ist es wohl kein Wunder, dass so eine Einstellung dabei rauskommt…

Wurde aber auch Zeit, dass mal ein aufopfernder Sesselrevolutser und bräsiger 68er wie Jens Jessen unseren rechtsgerichteten einseitigen Medien den Spiegel vorhält. Der 76 jährige Rentner war also selbst Schuld daran, dass er von 2 jugendlichen Immigranten brutal zusammengeschlagen wurde. Jessen versucht in diesem Video-Kommentar selbstverständlich, mit Rettungsnetz zu argumentieren: Die Tat sei „unentschuldbar“! Warum er dann anschließend etwa 5 Minuten lang alles unternimmt, um die gewalttätigen und mehrfach aufgefallenen Kriminellen in Schutz zu nehmen, bleibt mir ein Rätsel. Der reaktionäre spießige Rentner hat natürlich selbst Schuld an seiner Lage, wenn er es wagt, friedliebenden Kulturbereicherern die Zigarette in der Ubahn zu verwehren. Natürlich muss er damit rechnen, dass sich die angestaute Frustration der beiden Migranten über die „Gängelung“ durch den Ordnungsstaat (eingeschlossen Sozialhilfe, Kindergeld, Krankenversicherung, Rente und kostenlose Schulbildung) affektartig entlädt. Und stimmenhaschende Politiker wie Roland Koch stürzen sich natürlich sofort auf diese Lapalie eines versuchten Mordes („Jetzt wirst du Zeuge, wie ich einen Deutschen umbringe“). Natürlich ist Gewalt durch rechte Gruppieren absolut Tabu im Wahlkampf, niemand käme auf die Idee, eine Horde Nazi-Skins zu zeigen, wie sie auf einen Ausländer einschlagen. Oder etwa doch? Moment, jetzt bin ich verwirrt. Ich dachte, die deutsche Gesellschaft sei „auf dem rechten Auge blind“, zumindest behauptet das doch Gerhardt Schröder, der auch Vladimir Putin als „lupenreinen Demokraten“ bezeichnet. Daher ist er mit großer Wahrscheinlichkeit auf mehr als nur einem Auge blind… Die Aussage Jessens, es gäbe viel mehr ausländische Opfern deutscher Gewalt als deutsche Opfer ausländischer Gewalt, halte ich für fragwürdig. Sobald ich etwas mehr Zeit habe, werde ich versuchen, dieser Behauptung nachzugehen.

Und schließlich kommt Jessen zu seiner wagemutigen Schlussbehauptungen: Es gibt zu viele spießige Rentner in Deutschland! Das hat gesessen, daran muss man erst einmal knabbern. Natürlich weiß mittlerweile jedes Kind in Deutschland, dass es hier zu viele Rentner gibt. Alle paar Wochen liest man in der Zeitung vom Rentner-Problem, der völlig außer Kontrolle geratenen Alterspyramide, dem Zusammenbruch des Generationenvertrages. Es ist kein Tabu in Deutschland zu sagen: „Wir haben ein Rentnerproblem!“ Hier stimme ich Jessen zu. Wenn er sagen darf: „Wir haben zu viele spießige Rentner!“, sage ich: „Wir haben zu viele gewaltbereite Ausländer!“ Auf Spiegel-Online werde ich es damit wohl kaum schaffen, aber vielleicht in eine Münchner UBahn, so lange mir dieser Satz nicht in leuchtenden Lettern auf der Stirn geschrieben steht…

Google.News

Die Jungs von Google.News… immer für einen Spass gut. Ich hoffe nur, dass dieser Schicksalsschlag nicht das Aus für die gelbe Familie bedeutet. Immerhin gibt es ja noch ein Drittes Kind, um das man die Handlung stricken könnte. gefunden irgenwann auf Google.News- gelesen und gelacht…